Ein guter Teamleiter – Wie wird man das?

Teamleiter

Es sieht doch häufig so aus: Da macht man jahrelang einen guten fachlichen Job und plötzlich wird man gefragt, ob man denn nicht sein Team auch führen will. Hat man doch in der Vergangenheit stets bewiesen, dass man erfolgreich arbeitet!

Der Sprung zum Teamleiter erfolgt oft häufig schneller als erwartet. Viele Teamleiter werden ohne viel Vorbereitung ins ‚kalte Wasser‘ geworfen – und häufig sind dann diese Menschen unglücklich. Menschen im Team zu führen ist ganz etwas anderes, als selbst im Team zu arbeiten und sich führen zu lassen!

  • Wer weiß denn schon, wie man ein gutes Team zusammenstellt und seine Mitarbeiter von Beginn an mit ins Boot holt?
  • Wer weiß denn schon, wie man kontinuierlich aus seinem Team das Beste herausholen kann?
  • Wer weiß denn schon, dass man da auch schnell scheitern kann und die Karriere dann insgesamt an einem seidenen Faden hängt?

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Ein guter Teamleiter – Ein Naturtalent?

Klar gibt es Naturtalente, die das alles können. Aber sich darauf blind zu verlassen ist gefährlich und zerstört viel Engagement und Motivation, was das Unternehmen sich durch die Beförderung doch sehnlichst erhofft hatte zu bekommen…

Wie geht man also am Besten an so eine Herausforderung heran?
Natürlich nicht mit operativer Hektik und falschem Aktionismus!

Ein guter Teamleiter kennt seine ‚Schäfchen‘

So könnte es aussehen: Suchen Sie zunächst den Kontakt zu allen Teammitgliedern und machen sie sich mit jedem Einzelnen vertraut.

Sie als neuer Teamleiter werden sicher feststellen, dass es in ihrem Team oft die unterschiedlichsten Mitarbeiter-Typen gibt:

  • Der eine beschäftigt sich gern mit Wissen und Informationen
  • Ein anderer ist ein Tüftler mit viel Kreativität,
  • ein weiterer Team-Mitarbeiter ist ein richtiger ‚Macher‘ und kann somit die vielen Ideen des anderen realisieren,
  •  der vierte jongliert gerne mit Zahlen, für den ist Kalkulieren und Kontrollieren einfach das Höchste
  • wiederum ein anderer kann gut die Aktivitäten im Team steuern und andere motivieren
  • nicht zu vergessen ist derjenige im Team, der kontaktfreudig und kollegial Verbindungen zu anderen Bereichen und Unterstützern sucht – Ein Netzwerker!

Wenn Sie das von ihren Mitarbeitern alles wissen, erst dann können sie die Mitarbeiter künftig entsprechend gut für die verschiedenen Aufgaben auch einsetzen…denn nicht jeder neue Teamleiter hat von Anfang an ein vorhandenes und gut eingespieltes Team zur Verfügung. Bitte achten sie darauf, dass alle wichtigen Funktionen mit einem passenden Mitarbeiter besetzt sind.
Was nützt es, wenn man nur Tüftler und Erfinder im Team hat, aber wenn doch am Ende ein hochqualitatives Produkt für den Kunden in einem engen Terminkorridor fertig gemacht werden muss?

Kommunizieren und Zuhören sind weitere wichtige Faktoren einer erfolgreichen Teamführung. Nur wenn sie als Teamleiter die Bedürfnisse seiner Teammitarbeiter kennen und alle am Ende wissen, was zu tun ist, werden sie wirklich erfolgreich sein.

Ein guter Teamleiter vereinbart Spielregeln

Vereinbaren Sie mit allen Teammitarbeitern gemeinsam Spielregeln für die tägliche Zusammenarbeit…aber nicht nur Prozessregeln(Vorschriften etc.), sondern auch Spielregeln im Umgang miteinander!

Ein guter Teamleiter setzt Rahmenbedingungen

Sehen sie sich die Teamanforderungen nach folgenden Fragestellungen an:(am Besten schriftlich!)

  • Welche Mindest-Anforderungen stelle ich an meine Mitarbeiter?
  • Wie werden wir mit Terminen und Absprachen untereinander umgehen? (Kommunikation)
  • Wer informiert/berichtet wen und wann?
  • Wer ist bei welchen Aufgaben der ‚Profi‘?
  • Wie werden wir mit Vorschlägen von anderen umgehen?
  • Wie gehen wir mit Fehlern im Team um?
  • Wie werden wir Leistungsminderung oder fehlender Leistungsbereitschaft begegnen?

Die meisten Teamleiter die scheitern, scheitern auf der menschlichen Ebene, also beim Verhältnis zu ihrem Team.

Was muss also ein guter Teamleiter ‚mitbringen‘?

Teamleiter
© Trueffelpix – Fotolia.com

Er sollte grundsätzlich offen für andere sein und sich für jedes Teammitglied interessieren. Eine gewisse Menschenkenntnis und eine feine Nase helfen, um die Teammitglieder richtig einzuschätzen zu können. Gerade auch jüngere Teamleiter mit wenig Führungserfahrung, können dafür ein Fingerspitzengefühl entwickeln. Natürliche Autorität erlangen sie als Teamleiter in ihrem Team, wenn sie sich angemessen verhalten, also weniger den Chef ‚heraushängen‘ lassen. So werden sie von seinen Teammitgliedern automatisch anerkannt, dann spielt auch das Alter keine Rolle.

Wenn sie ein junger Teamleiter sind, dann scheuen sie sich nicht bei Problemen auch bei älteren Teammitgliedern um Rat zu fragen. Das zeigt Größe und signalisiert nicht, dass sie in ihrer Rolle als Teamleiter eventuell nicht gewachsen sind, sondern dass sie die Erfahrungen der Älteren in ihrem Team auch wertschätzen.

Kann jeder lernen, um ein guter Teamleiter zu werden?

Ich denke ja, jedoch ist Führen wie ein Handwerk:

Es gehört die ‚Liebe‘ zum Handwerk dazu!

…dann kann ich es auch lernen!

Aber am meisten müssen sie selbst an sich arbeiten wollen um sich in die Rolle hinein zu entwickeln!

Eine stabile Persönlichkeit mit gesundem Selbstbewusstsein und die Fähigkeit sich selbst zu reflektieren, wie man auf andere Menschen wirkt, unterstützen auf jeden Fall den Umgang mit seinen Mitarbeitern.

Bleiben sie authentisch, mimen sie keinen Übermenschen oder verbiegen sie sich auch nicht bis zur Unkenntlichkeit!
…dann klappt’s auch viel eher mit der Rolle des ‚guten Teamleiters!

Und wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, dann scheuen Sie sich nicht, einen Coach zu Rate zu ziehen! Der Ruf des Coachings ist heute etabliert und nicht etwas für ‚Weicheier‘!
Auch wenn Sie aus der ‚harten‘ Produktion kommen und vielleicht Angst haben, sich zu solch einem Angebot zu öffnen, so sollten Sie wissen, dass jeder Sportler, der schon sehr gut ist und weiter vorwärts kommen will, sich stets einen Coach leistet! Der weiß nicht alles besser, aber er kann Ihnen ‚von außen‘ Unterstützung geben, dass Sie Ihre zurzeit nicht so präsenten Fähigkeiten weiter entwickeln können, aber auch nicht so förderliche Eigenschaften in Ihrem Verhalten eindämmen und somit schneller zum Erfolg kommen!

Wenn Sie wollen, kann Sie eventuell dabei unterstützen! Schreiben Sie mir eine Email und wir vereinbaren ein kostenloses 20-minütiges Gespräch zu Ihrem Thema. Na, wie wär’s?

Viele Grüße

Werner Schmidt

Vielen Dank für das Lesen des Artikels!

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10 Kommentare, sei der nächste!

  1. Mein Teamleiter möchte mich in Zukunft auch zum Teamleiter für Vodafone ernennen. Er sagt aber immer das meine soziale Kompetenz nicht gut ist und die Leute mich nach den ersten 5 Minuten nicht mehr für voll nehmen. Was meint er damit.
    Ich bin ein sehr emotionaler Mensch der seine Gefühle zeigt und ein sehr ehrlicher und direkter Mensch. Ich denke dadurch stehe ich mir auch selbst im weg. Auch bin ich schnell frustriert.

    Bin 25 und möchte Ja es werden. Ich bräuchte dringend Hilfe und Unterstützung.
    Wie kann ich diese Bekommen?

    Gruss Enriko Will

    1. Hallo Enrico,
      danke für deinen Beitrag!
      Das ist sehr schnell gesagt, das mit der fehlenden sozialen Kompetenz.
      Du hast schon richtig gefragt: ‚Was meint er damit?‘ Setz dich doch mal mit ihm zusammen und stelle ihm diese Frage, höre dabei gut zu und versuch dies alles zu verstehen. Wenn du etwas nicht verstanden hast, dann unterbrich ihn und frage nach. Wir alle drücken mit unseren Worten auch unsere Vorstellungen aus und meinen, der andere müßte dies genauso sehen, deren gemeinter Inhalt sich uns aber dann nicht unbedingt erschließt. Wenn er von einem ‚roten Auto‘ spricht, meint er vielleicht einen roten Volvo(den er selber fährt) und du siehst plötzlich einen roten Ferrari vor dir…ist doch klar, dass es dann Verständnisprobleme gibt.
      Noch eines: Du beschreibst dich als emotionalen Menschen, das ist doch die beste Voraussetzung für das weiterentwickeln deiner sozialer Kompetenz.
      Und noch eins: Dein Teamleiter möchte, dass du Teamleiter wirst. Also hat er wahrscheinlich erkannt, dass du für diese Aufgabe geeignet bist. Vielleicht will er sich aber nur schützen, weil er sonst von dir Konkurrenz bekäme? Wäre möglich.
      Und noch eins: Ich finde das sehr mutig von dir, dass du dich öffnest und dein Thema aufgreifst, nur so schaffst du eine Veränderung in deinem Leben.
      Und noch eins: Alles Gute dir auf deinem weiteren Weg, du wirst dabei viel über dich lernen!
      Mach’s gut Enrico!
      Viele Grüße, Werner

  2. Ich wurde auch zum Teamleiter ernannt…da unser vorheriger gekündigt hat…ohne irgendwel he Qualifikationen soll ich derzeit das Team ( ständig neue Leute ) leiten…etc…
    Es ist eine hohe Anforderung für mich…dem ich nicht mehr standhalten kann und will..
    Meine Frage wie komm ich da raus…einfache Kündigung?

    1. Hallo Frau Küchenmeister,
      ich kann Ihre Situation natürlich nicht einschätzen. Aber mein Tipp wäre, dass Sie umgehend ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten oder der Personalabteilung führen sollte. Bereiten Sie sich aber auch auf das Gespräch vor.
      Was sind die Anforderungen, die Sie überfordern genau?
      Wie stellen Sie sich Ihre Führungsaufgabe im Idealfall vor?
      Wie sieht Ihr Wunsch aus? Was wollen Sie vielleicht stattdessen tun?

      Einfach kündigen? Dann haben Sie die Entscheidung getroffen und verlieren Ihren Arbeitsplatz. Das können Sie natürlich immer tun, wäre aber die allerletzte Möglichkeit.
      Alles Gute Ihnen

  3. Was kann ich tun, im Bezug auf Seminare oder Schulungen für mich selbst als leader? Ich vergleiche oft mein Dasein im Job. Ich werde auf eine Wiese gestellt mit einem Blatt und einem Stift. Es heißt: Bau ein Haus.
    Nach 2 Wochen kommt der Chef und fragt, wo das Haus denn nun sei.

    Ich bin schon soweit, dass ich erkenne, ich muss dieses Haus nicht alleine bauen. Ich mache mir Gedanken, wen und was ich dafür benötige. Aber wie soll es dann weitergehen?

    1. Hallo Frau Winter,
      danke für Ihren Beitrag!
      Ich bitte Sie sich die Frage zu stellen:
      Wer ist in Ihrem Beispiel denn eigentlich der Chef, der nach 2 Wochen das Ergebnis haben möchte? Sind Sie das nicht selbst? Setzen Sie sich vielleicht selbst ein bisschen sehr unter Druck?
      Sie haben ein Fundament worauf Sie stehen, ob es perfekt ist oder nicht ist egal. Stellen Sie sich nun Ihr Haus vor und beginnen Tag für Tag daran zu bauen…aber stellen Sie sich mit jedem Tag immer wieder dieses Haus vor…vielleicht verändert es sich…vielleicht auch nicht. Sie werden in den einzelnen Bauphasen neue Werkzeuge kennen lernen müssen und bestimmt finden Sie dann auch einen Meister(wenn Sie ihn dann suchen werden), der Ihnen alles erklärt! Denn erst dann wissen Sie genau was Sie brauchen und finden den idealen Meister!
      Nur: Vertrauen Sie dabei immer auf sich selbst und leben Sie im JETZT! Was morgen alles sein wird und was Sie da brauchen, das alles blockiert Sie das zu tun, was jetzt getan werden muss.
      Und noch eins: Sie werden nie alleine sein, sofern Sie das nicht wollen!
      Ich wünsche Ihnen eine gute ‚Bauphase‘ und die Meister, die Sie gerne dabei unterstützen, wenn sie von Ihnen zu gegebener Zeit erfahren, womit sie das tun können!
      Viele Grüße
      Werner Schmidt

  4. Ich werde auch ins kaltes Wasser geschmiesen…. bin in abteilung gekommen nach 4 monaten müsste ich leitung vertreten und dann bis jetzt (10 monaten ). Ab 1.02 bin ich dann nicht mehr stellvertretung bin ich Teamleitung. Wie bemerkt …… auslender, deutsch selber gelehrn…. jungste in abteilung. Mir gefällt das und den AG sieht potenzial in mich nur ich bin zu emotional…. ich kann mal schreien oder weinen….Ich habe heute zugesagt das zu machen, jetzt denke ich ganze zeit …. schaff ich das? wie mach ich weiter? soll ich vielleicht zurück treten? und mein team darf ich nicht aussuchen … Was soll ich tun?

    1. Hallo,
      zunächst mal möchte ich Ihnen meine Anerkennung aussprechen, dass Sie das ‚kalte Wasser‘ so positiv überstanden haben. Sie spüren dies an der Reaktion Ihrer Firma, die Ihnen Vertrauen für diese Aufgabe schenkt. Dass jetzt Ihnen vor der Übernahme der Aufgabe Zweifel bewusst werden, ist aus meiner Sicht normal. Sie haben ab 1.2. nicht nur die stellvertretende Rolle, sondern die Hauptverantwortung, das erschreckt natürlich im ersten Moment viele, sowie Sie ja auch. Aber denken Sie daran: Solche Momente sind es, an denen Sie wachsen werden!.
      Ihre Emotionalität ist auch zunächst nichts Negatives, aber natürlich können/sollten Sie sich beobachten, wann und zu welcher Gelegenheit Sie aus Ihrer Sicht ‚über die Stränge hauen‘.
      Mein Tipp:
      Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten unbedingt über den Rahmen der künftigen Verantwortung! Das Wasser, in dem Sie künftig ’schwimmen‘ werden, wird dadurch wärmer! 😉
      Sprechen Sie mit Ihm über folgende Fragen:
      – Was sind Ihre Aufgaben genau?
      – Was sind keine Aufgaben für Sie?
      – Wo sind also Grenzen?
      – Wie/mit wem können Sie Anfangsstörungen besprechen?
      Vereinbaren Sie für den Anfang regelmäßige Feedback-Runden mit Ihrem Chef zum Stand Ihrer Entwicklung.

      Ich denke, das kriegen Sie hin!

      Sie dürfen gerne ein Feedback geben, wie es läuft…ok?
      Und jetzt wieder an Ihre Stärken glauben und den Zweifel relativieren! Sie schaffen das bestimmt!

      Viele Grüße
      Werner Schmidt

  5. Sehr inspirierend.
    Auch gut geeignet, um wieder wahrzunehmen, worauf es in der Aufgabe wirklich ankommt, fernab von den fachlichen Herausforderungen.

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