Team motivieren

Ein Team motivieren heißt: Fordern und fördern

Jeder, der Verantwortung für einen Betrieb oder ein Team trägt, kennt vermutlich dieses ungute Gefühl: Irgendwo lahmt es. Es scheint, als ob nur das Nötigste getan wird. Doch wie können Sie Ihr Team neu motivieren? Ein Team motivieren heißt: Fordern und fördern!

Zunächst sollten sie sich bewusst machen, wo ihr Team die eigentliche Wertschöpfung leistet. Als verantwortlicher Teamleiter sollten Sie Tätigkeiten, die weniger zum Aufgabenbereich der Mitarbeiter gehören, soweit wie möglich aus dem Weg räumen. Wer für jede seiner Tätigkeiten erst einmal eine Materialanforderung mit dreifachem Durchschlag ausfüllen und von mehreren Abteilungen gegenzeichnen lassen muss, wird mit Sicherheit die Lust an seiner eigentlichen Arbeit verloren haben, wenn die bürokratischen Hürden erst einmal genommen sind.

Ein Team, das sich wohlfühlt, leistet auch mehr

Doch es gibt noch mehr zu beachten, wenn Sie Ihr Team richtig motivieren wollen. Ein Team, das sich wohlfühlt, leistet auch mehr. Auch ohne „Chaka-Chaka“. Der freie Wille, die Lust an der Arbeit, ist der eigentliche Motivationsfaktor.

Motivieren kann sich ein Mensch nur selbst.  Je mehr Sie von außen aktiv motivieren wollen, umso weniger wird es Ihnen gelingen. Demotivation und Enttäuschungen sind häufig die Folge. Sie können aber etwas an den Faktoren im Umfeld eines Menschen ändern: die Qualität seines Arbeitsplatzes, die Arbeitsaufgabe oder menschliche Faktoren wie Anerkennung und ernsthafte Kommunikation. Über diese indirekte Ansprache lassen sich Menschen aufmuntern bis hin zur Begeisterung führen.

Sorgen Sie deshalb für konstruktives Wohlbefinden Ihres Teams auf unterschiedlichste Art: Von der ergonomischen Arbeitsplatzeinrichtung bis hin zu kommunikationsfördernden Treffpunkten wie die Teeküche und kostenlose alkoholfreie Getränke. Auch Humor und Spaß dürfen nicht zu kurz kommen. Ein Team, in dem gelacht wird, ist produktiver, da weniger Konflikte entstehen. Und wenn es doch mal einen gibt, lässt er sich in diesem Rahmen besser lösen als auf der Vorgesetztenebene.

Geben Sie jedem im Team das Gefühl, gebraucht zu werden

Besonders wichtig: Geben Sie jedem im Team das Gefühl, dass er gebraucht wird und seine Arbeit sinnvoll ist. Es gibt wenig, was so stark motiviert, wie das Gefühl gebraucht zu werden.

Wenn Sie Aufgaben delegieren, dann immer auch mit der Verantwortung dazu. Vertrauen Sie dem jeweils Verantwortlichen auch und kontrollieren Sie ihn nicht ständig. Sollte doch jemand einmal einen Fehler gemacht haben, geben Sie ihm die Chance, ihn zu korrigieren und daraus zu lernen.

Hören Sie sich Vorschläge von Teammitglieder aufmerksam an – auch wenn Sie nicht sofort erkennen, dass sie etwas bringen könnten.

Stellen Sie sich auch selbst der Kritik und hören Sie sich eventuelle Vorwürfe wohlwollend an. So erfahren Sie, was Sie vielleicht besser machen können und bekommen mit, wie das Befinden und die Motivation des Einzelnen und ganzen Teams ist.